Camping mit Nele und Jalil

Camping mit Nele und Jalil

Nele und Jalil sind leidenschaftliche Camper und schreiben über Ihre Reisen auf ihrem Blog Camperstyle.

Bitte stellt euch und euren Blog kurz vor:
Wir sind Nele und Jalil Landero, Journalisten/Fotografen/Videoproduzenten und ein absolut campingverrücktes deutsch-mexikanisches Paar. Unsere Seite www.camperstyle.de ist kein klassischer Blog, auf dem unsere eigenen Erlebnisse im Vordergrund stehen, sondern eine Plattform, auf der wir unter anderem Einsteigern Tipps geben, wie sie ihr rollendes Zuhause in den Griff bekommen, unsere schönsten Reiseziele vorstellen, über Neuigkeiten aus dem Campingsektor berichten, Checklisten und Reisevokabular veröffentlichen und andere spannende Camperpersönlichkeiten interviewen. Aktuell arbeiten wir an der spanischsprachigen Version, später wird es die Seite auch auf Englisch geben. Unsere Mission ist es, vor allem junge Menschen für diesen Lifestyle zu begeistern und dem Thema Camping zu einem etwas „cooleren” Image zu verhelfen.

Wie lange bloggt ihr schon und was motiviert euch?
Unsere Seite ist seit Januar 2015 online und neben unserer Leidenschaft fürs Campen motivieren uns am meisten die positiven Rückmeldungen unserer User. Wir haben in dieser Zeit sehr viele nette Mails bekommen, erhalten interessante Themenanregungen aus der Community und haben schon jede Menge interessante Menschen kennengelernt, mit denen wir in regem Austausch stehen.

Gab es auch Momente in denen ihr die Motivation verloren habt und Zweifel an eurem Blog hattet?
Bisher hatten wir noch keinen Durchhänger, weil wir einfach wahnsinnig gerne schreiben und recherchieren und es mit den Zahlen wie auch mit der Interaktion durch die User seit Januar stetig aufwärts ging. Aber die mageren Zeiten gehören ebenso zum „Job“ und werden uns, wenn sie denn irgendwann kommen, hoffentlich nicht aus dem Gleichgewicht bringen… 🙂

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Was hat euch dazu gebracht, mit dem Bloggen anzufangen?
Wie bei vielen anderen Bloggern und Start-ups war der Auslöser Eigenbedarf. Wir haben uns 2014 ein halbjähriges Sabbatical genommen, um mit unserem Wohnwagen durch Europa zu reisen. In der Vorbereitungsphase kamen viele Fragen auf – angefangen von den richtigen Campingmöbeln, dem flexibelsten Fahrradträger oder der optimalen Nutzung des Stauraums bis hin zu „Luxusproblemen“ wie einer stabilen Internetverbindung unterwegs. All diese Informationen mussten wir uns mühsam aus teilweise veralteten Foren, Facebookgruppen oder Webseiten zusammentragen. So entstand die Idee, eine eigene Plattform zu schaffen, auf der die Nutzer die wichtigsten Themen übersichtlich und kompakt gebündelt vorfinden und daneben auch Beiträge rund um die Faszination Camping lesen können.

Wie wichtig ist euch die Interaktion mit euren Lesern?
Sehr wichtig – ohne Leser taugt der beste Blog nichts! Deshalb sind wir auch in sämtlichen sozialen Netzwerken vertreten und freuen uns über jede Rückmeldung, über jeden Themenwunsch und über jede Anregung.

Wie lange hat es gedauert, bis ihr eure ersten 1.000 Leser hattet und was ist das für ein Gefühl täglich so viele Menschen zu erreichen?
Die ersten 1.000 Leser hatten wir nach etwa vier Wochen, aktuell erreichen wir monatlich im Schnitt zwischen 15.000 und 16.000 User. Die meisten davon lesen mehrere Beiträge und navigieren sehr aktiv zwischen den einzelnen Themengebieten hin und her. Das ist ein großartiges Gefühl, denn unser wichtigstes Ziel, anderen Menschen mit unseren Artikeln weiterzuhelfen, ist damit schon ein kleines Stück weit erreicht.

Wart ihr schon Mal auf einem Blogger-Treffen, was haltet ihr von solchen Events?
Bisher konnten wir an keinem Treffen teilnehmen, weil schlichtweg die Zeit fehlte. Wir haben ja auch noch „richtige“ Jobs, in denen wir ziemlich eingebunden sind. Aber wir wollen das unbedingt ändern, da wir wahnsinnig gerne auch andere Blogger persönlich kennenlernen möchten und die Vernetzung für äußerst wichtig halten. Man kann ja immer voneinander lernen…

Bloggt ihr auch von Unterwegs? Wenn ja, gibt es bestimmte Orte unterwegs, an denen ihr besonders kreativ im Schreiben seid?
Ja, das ganze Projekt hat auf unserer Reise seinen Anfang genommen und wir sind unterwegs am kreativsten. Einen speziellen Ort gibt es nicht, vielmehr schafft die Atmosphäre des mobilen Büros – mit Blick auf die Berge, aufs Meer oder auf wunderschöne Landschaften – Raum für Produktivität und Motivation.

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Was ist eurer Erfahrung nach das Beste und was ist das Schwierigste am Bloggen, während man auf Reisen ist?
Das Beste ist die Freiheit, dir deine Zeit selbst einteilen zu können, produktive Phasen zu nutzen und unproduktive Phasen mit inspirierenden Erlebnissen zu überbrücken. Das Schwierigste ist unserer Erfahrung nach die häufig schlechte Internetverbindung, die je nach Region selbst in Deutschland ja immer wieder für Probleme sorgt. Und natürlich muss man sich unterwegs immer wieder disziplinieren und Ablenkungen ausblenden – auch wenn ein Tag am Strand natürlich manchmal verlockender ist als die Arbeit am Computer.

Ihr betreibt den Blog gemeinsam. Macht dies das Bloggen leichter oder schwieriger?
Das ist eine schwierige Frage. Für uns persönlich macht es die Sache einfacher, da wir in aller Regel ähnliche Vorstellungen haben und uns bei Zweifeln oder Unsicherheiten absprechen können. Außerdem können wir uns die Arbeit aufteilen. Auf der anderen Seite sind natürlich auch wir nicht immer einer Meinung, was dann schon mal zu längeren Diskussionen führen kann. Sicherlich ist dieses Modell nicht für jeden geeignet, bei uns hat es bisher aber super funktioniert.

Die Frage die alle interessiert: verdient ihr auch Geld mit eurem Blog?
Insgesamt haben wir – wie vermutlich alle Neu-Blogger – bis dato mehr in das Projekt reingesteckt als rausbekommen, obwohl schon die ersten Kunden an Bord sind. Glücklicherweise dürfen wir aktuell an einem Förderprojekt der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien teilnehmen, so dass wir in den nächsten Monaten in Ruhe und ohne finanzielle Sorgen am Aufbau unseres Projekts weiterarbeiten können.

Euer Rat für Blogger-Neulinge?
Wir sind ja selbst praktisch noch Neulinge, da ist es immer schwer, anderen Ratschläge zu erteilen… Ratsam ist unserer Erfahrung nach, bereits in der Anfangsphase viel Energie in die Konzeption der Seite zu stecken. So spart man sich am Ende Zeit und Geld für Re-Design oder Umstrukturierungen. Die Inhalte sollten qualitativ hochwertig aufbereitet und an den Interessen bzw. Bedürfnissen der User ausgerichtet sein, damit die Leser auch langfristig Spaß daran haben. Wer hier noch keine Erfahrungen hat, kann Online-Kurse buchen oder sich von anderen Bloggern beraten lassen.
Das Entscheidende ist aber sicherlich, zuallererst ein Thema zu finden, für das man selbst große Leidenschaft hegt – und viel Durchhaltevermögen mitzubringen. Denn wenn man ein solches Projekt ernsthaft betreiben möchte, bedeutet das sehr, sehr viel Arbeit. Zumindest bei uns ist im Moment nicht viel los mit Freizeit, Ausschlafen, Hobbies oder Ausgehen… Diese Phase muss man überwinden, bevor man an die ersten Erfolge denken kann. Also Augen zu und durch!


 

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